Vor etwa einer Woche schrieb ich vom Spaziergang im Wald. Die Tatsache, das ich ohne Kamera unterwegs war, hat mich in den letzten Tagen wieder vermehrt an einen witzigen oder eher kuriosen Umstand herangeführt, über den ich schon öfter nachgesonnen habe.
Es geht um die Perspektive des paranoiden, merkwürdigen Fotografen und dessen Konterfei: den Kameralosen und Natur genießenden, 'plumpen' Spaziergänger. ;o)
Vor einiger Zeit kommentierte ich ein Video bei YouTube, das sich um das Thema 'Allein Sein' drehte. Ich möchte hier nun nochmal etwas näher darauf eingehen und vllt. auch weiter ausholen. Auf gehts.. ;o)
Die Angst davor, allein zu sein, scheint bei vielen Menschen vorzuherrschen und wird zum Teil auch noch falsch gewichtet, zumeist ist das Wörtchen 'Allein' höher gestellt; dabei dreht es sich doch vornehmlich um das Sein, das wächst, wenn man sich Zeit für sich nimmt. Die Gesellschaft trichtert einem dann noch ein, dass Stille und Ruhe mit Langeweile gleichzusetzen sind; schon haben wir den Schlamassel.
Nachdem ich heute Nachmittag zum alljährigen Muttertags-Kaffee bei ebenjener Person eingeschlagen und mit Kuchen überhäuft worden bin, schlug ich anschließend noch eine Bresche in den Wald. Will heißen, einen kleinen Spaziergang für die Verdauung, um mich noch ein wenig zu bewegen. Da sich dunkle Regenwolken näherten, lies ich die Kamera im Wagen.
Ende März wars, als ich dieses dicke Dingelchen auf einem Weg sitzen sah. Anfangs etwas ängstlich ob der Größe, hab ich mich doch entschlossen, es beim Graben im Gestein zu beobachten. Ich wusste zunächst nicht worum es sich handelt, ging zunächst von einer Ameisen-Königin aus, die sich ein geeignetes Plätzchen zurecht graben wollte, um ihren Staat zu gründen.
Dem einen oder anderen Wanderer mag es ulkig vorgekommen sein, das da wer auf Knien mitten auf'm Weg rumlungert und immer wieder im Kreis um diesen Käfer robbt. :o)
Für mich wars eine Begegnung der niedlichen Art. Und jetzt weis ich auch, was es für ein Tierchen war. Ich hoffe, dass mein kleines dickes Fräulein Ölkäfer dort, wo ich es schließlich hingesetzt habe um vor Schuhwerk und Reifen sicher zu sein, ein schönes Plätzchen gefunden hat, um ihre Eier zu verstecken. :o))